N O V E M B E R  2 0 2 0

 

 mit Wiesbadener Integrationspreis 2020 ausgezeichnet

Der Wiesbadener Integrationspreis ging dieses Jahr an das Netzwerk für Integrationspartner »gemeinsam-in-Wiesbaden“ mit dem Projekt »Netzwerk für Integrationspaten« in welchem wir seit vielen Jahren sehr aktiv mit unserem Patenprojekt »antoniuspaten« (») vertreten sind. Den Preis teilt sich das Netzwerk mit unserem Kooperationspartner »NeW Wiesbaden« (») – auch diesen gratulieren wir ganz herzlich!

Herr Christoph Manjura (Dezernent für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration) dankt den Mitgliedern des Netzwerkes im Rahmen der Preisübergabe für ihre großartige Arbeit und dem wichtigen Beitrag zur gelingenden Integration in Wiesbaden.

Das Netzwerk für Integrationspaten führt seit mehreren Jahren kostenlose Fortbildungen für Patinnen und Paten durch, organisiert vielfältige Veranstaltungen und sorgt für gute Information der Bürgerinnen und Bürger durch gelingende Öffentlichkeitsarbeit. Durch die kompetente Netzwerkarbeit konnten viele Ehrenamtliche gewonnen und begleitet werden, wodurch vielen Geflüchteten in Wiesbaden ein gutes Ankommen in der Stadtgesellschaft ermöglicht wurde.

Wir gratulieren dem Netzwerk »gemeinsam-in-Wiesbaden« und danken unserer Mitarbeiterin Frau Adriana Ruiz für ihren engagierten und unermüdlichen Einsatz im Netzwerk als Projektleiterin der »antoniuspaten«.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei allen »antoniuspaten« , die in der Vergangenheit - und auch heute in der schwierigen »Coronazeit« - unseren jungen Geflüchteten den Schritt ins eigenverantwortlich Erwachsenenleben erleichtern.

Wir und unsere Netzwerkpartner freuen uns über weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich Geflüchtete begleiten möchten. Weitere Informationen finden Sie unter www.gemeinsam-in-wiesbaden.de oder direkt bei Frau Ruiz (Projektleitung »antoniuspaten“) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die offizielle Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden finden Sie HIER.


O K T O B E R / N O V E M B E R  2 0 2 0

  

Der Tod als Teil des Lebens

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und deren Gebräuchen bringt es mitunter mit sich, auch ganz ungewöhnliche Formen und Anlässe für Feste und Rituale kennenzulernen. Lernen wiederum gelingt zumeist am besten über aktives Tun. Mit diesem Gedanken begingen Jugendliche aus einer unserer Wohngruppen für Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihrer Betreuerin das traditionelle Fest »Dia de los Muertos«, das »Fest der Toten«, einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage. Das Brauchtum zum Tag der Toten wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt und 2008 in die »Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit« übernommen. Teil der Rituale ist das Bemalen der Gesichter der Feiernden. Unsere Bilder zeigen zwei dieser Kunstwerke.


H E R B S T F E R I E N  2 0 2 0

 

CleanUp im Nerobergwald 

Im Rahmen des Herbstferien-Programms unseres Lernprojekts (») haben wir im Oktober die Müllsammelaktion »Cleanup-Nerobergwald« ins Leben gerufen. Dabei konnten große Teile unseres Hauswaldes von Müll und Unrat befreit werden. Der Straßenbereich vor unserem Hauptgelände in der Idsteiner Straße, die Haltestelle »Bahnholz« mit angrenzendem Parkplatz, sowie die angrenzenden Waldwege sind dank des fleißigen Einsatzes der beteiligten Kinder und Jugendlichen nun von vielen Schandflecken befreit.  Alle freiwilligen Teilnehmer*innen waren ausnahmslos mit Spaß bei der Sache und freuten sich beim anschließenden Pizzaessen über die geleistete Arbeit. Wir sind sehr stolz, dass »unsere« Kinder und Jugendlichen bereit sind, sich für Natur und Umwelt einzusetzen und damit ein klares Statement für soziale Verantwortung in unserer Gesellschaft und Umweltschutz mit konkretem, praktischem Handeln ausfüllen!


O K T O B E R  2 0 2 0

 

Neuer Look für unsere Torwand: Graffiti-Angebot des Lernprojekts (»)

Nachdem die Torwand auf unserem Freigelände in der Idsteiner Straße in der letzten Zeit mit zunehmend verblassender Farbe zu kämpfen hatte, haben sich einige Jugendliche bereit erklärt, der Torwand mit verschiedenen Motiven neues Leben einzuhauchen.

Da niemand aus der Künstler*innen-Gruppe ein/e professioneller Graffiti-Sprayer*in ist, haben wir einfach unseren Ideen freien Lauf gelassen und dabei eine Menge Spaß gehabt. Herausgekommen sind einige coole und innovative Motive, welche unsere Torwand fortan auf der Vorder- wie der Rückseite zieren.


S E P T E M B E R  2 0 2 0

 

Let`s talk about sex: Weiterbildung zu Sexualpädagogik abgeschlossen

Liebe, Sexualität und Partnerschaft sind Themen, bei denen insbesondere Kinder und Jugendliche kompetente Begleiter*innen an ihrer Seite wissen sollten. Im Rahmen einer Weiterbildung, die im November 2019 startete, setzten sich einige Pädagog*innen unserer Einrichtung mit den pädagogischen und rechtlichen Aspekten zeitgemäßer Sexualpädagogik auseinander. Am Abschlusstag, der coronabedingt einige Monate später als ursprünglich geplant stattfand, konnten erste Praxisangebote vorgestellt und im Plenum ausgewertet werden. Ebenso gelang der Ausblick auf die nächsten Schritte der Anwendung und Implementierung. Erziehungsleiterin Senait Kidane übergab den Teilnehmenden die Abschlusszertifikate.

Die Weiterbildung zur Sexualpädagogik in der Heimerziehung bildet einen Baustein unseres sexualpädagogischen Konzepts. Fachlich begleitet durch Anja Franke (ganz links) und Reiner Wanielik (5. von links) vom Institut für Sexualpädagogik (») konnten im Rahmen der Weiterbildung wichtige Impulse für die sexualpädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen gesetzt werden.


S O M M E R F E R I E N  2 0 2 0

 

»Corona« zum Trotz: Ein erfolgreiches Ferienprogramm geht zu Ende

Auch in diesem Sommer hat unser Lernprojekt (») für die uns anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wieder ein vielfältiges Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Auf große Abenteuerreise ging es dabei für die Kinderwohngruppe, welche für einige Tage dem Alltagskomfort entfloh und in den Hunsrücker Wäldern ein erlebnispädagogische Zeltfreizeit verbrachte. Wir sind begeistert, mit wie viel Begeisterung und Zusammenhalt die Kinder diese Herausforderung bewältigt haben.

Den Erlebnisraum Natur wählte auch eine Gruppe Jugendlicher, die ihre Schuhe für ein zweitägiges Mikroabendteuer mit Übernachtung in freier Natur schnürten.  Mit vollgepackten Rucksack und zugegebenermaßen qualmenden Socken ging es dabei von Sankt Goarshausen über die Königsetappe des Rheinsteigs mit herrlichen Panoramablicken auf das Welt-UNESCO-Kulturerbe Oberes Mittelrheintal. Am Ende erreichten alle Teilnehmer*innen zwar müde, aber voller Stolz die Jugendherberge in Kaub.

Im Rahmen der Angebote des Lernprojektes ist es uns ein großes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen neue Lern- und Erfahrungsräume zu eröffnen, in denen sie sich ausprobieren und entwickeln können. Erlebnispädagogische Aktivitäten in unserem einrichtungsinternen Naturhochseilgarten und außerhalb unserer »eigenen vier Wände« sind ein fester Bestandteil der Angebote des Lernprojekts geworden und werden in Zukunft verstärkt ihre Umsetzung finden.


J U L I   2 0 2 0

 

30+30=60 Jahre Berufserfahrung im Jugendhilfeverbund

Gleich zwei Jubilaren konnte Verbundleiter Andreas Müller den traditionellen Jubiläumskuchen, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen zwei pädagogischen Mitarbeiter*innen übergeben: Am 01. Juli 1990 starteten Frau Barbara Eckel und Herr Holger Bernstengel ihre Mitarbeit im pädagogischen Dienst.

Frau Eckel startete im damaligen »Jugendhilfeverbund Süd«, im damaligen Maria-Goretti-Heim in der Arbeit mit Mädchen. Nach dem der Jugendhilfeverbund Süd über Zwischenschritte im heutigen Jugendhilfeverbund Antoniusheim aufging, setzte Frau Eckel ihr Wirken in verschiedenen Gruppenformen fort: Über viele Jahre engagierte sie sich in einer unserer vollstationären Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, in den letzten etwa zehn Jahren in einer Verselbständigungs-Wohngruppe. Heute bringt sich Frau Eckel in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Ausländer*innen, ebenfalls im Gruppenkontext, ein.

Herr Bernstengel startete im damaligen »Jugendhilfeverbund Nord«, der letztlich auch im heutigen Jugendhilfeverbund Antoniusheim aufgegangen ist. 1990 bereits mit der Gestaltung flexibler und ambulanter Erziehungshilfeangebote vertraut, gehört Herr Bernstengel zu unseren erfahrensten Pädagog*innen im Bereich der flexiblen Betreuung.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten beide Jubilare, coronabedingt nur im kleinen Kreis der unmittelbaren Teamkolleg*innen und der Erziehungsleitung, ihren Kuchen genießen und gemeinsam Rückschau halten auf drei Jahrzehnte bewegter Arbeit in der Erziehungshilfe.


J U N I   2 0 2 0

 

Wiedereröffnung: Wohngruppe »Hafen« startet mit weiterentwickeltem pädagogischem Ansatz 

Nach etwa einem Jahr eröffnet Anfang Juni unsere Wohngruppe »Hafen« wieder. Vor etwa einem Jahr schloss unsere bisherige Wohngruppe, die konzeptionell auf die stationäre Betreuung sogenannter unbegleiteter minderjähriger Ausländer*innen (umA) ausgerichtet war. Nach umfassender Renovierung der Räumlichkeiten und Neuaufstellung des Teams der betreuenden Fachkräfte, werden nun in Deutschland aufgewachsene junge Menschen gemeinsam mit jungen Menschen mit Fluchthintergrund in einem inklusiven Betreuungsansatz gemeinsam betreut.

Diversität, Interkulturalität und Interreligiösität der betreuten jungen Menschen wie auch der handelnden Erwachsenen stehen bewusst im Vordergrund des gemeinsamen Lebens und Lernens: Verschiedenartigkeit wollen wir als Chance und Bereicherung auf diese Weise - ganz selbstverständlich - erlebbar machen. Aufgenommen werden bis zu acht Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Sie möchten eine Platzanfrage stellen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Informationen zu unseren Aufnahmemöglichkeiten in unseren Einrichtungen finden Sie hier.


A P R I L   2 0 2 0

Wir sagen »Danke« für 30 Jahre Herz und Kompetenz

Zum 30-jährigen Dienstjubiläum unserer Mitarbeiterin Angelika Bulla-Metternich am 01.04.2020 überbrachte Erziehungsleiter Steven Fredrickson den Dank der Leitungskonferenz und überreichte den traditionelle Antoniusheim-Kuchen - coronabedingt in kleiner Runde mit gebührendem Abstand.

Frau Bulla-Metternich wirkte im Laufe der drei Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen des Verbundes wie der Familienwohngruppe, der Mutter-Kind-Betreuung, den ambulanten Betreuungen der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer*innen . Obwohl sie in allen Bereichen ihre fachlichen sowie persönlichen Spuren hinterließ, liegt ihre Berufung eindeutig in der Mutter-Kind-Gruppe, wo sie inzwischen in der Funktion der Gruppenleitung Verantwortung übernimmt.

Wir freuen uns und sind sehr dankbar, mit Frau Bulla-Metternich eine fachlich kompetente und engagierte Mitarbeiterin zu haben, die sich stets neuen Herausforderungen stellt. Sie zeigt mit ihrer pädagogischen Haltung, wie die herausfordernde pädagogische Arbeit in unserer Mutter-Kind-Gruppe Butterblume gelingen kann.

Die Kinder, jungen Mütter, Kolleginnen und Leitungskräfte freuen sich, dass Frau Bulla-Metternich da ist und sagen: Vielen Dank!

Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Frau Galeano und Frau Cardenas (Mitarbeiterinnen der Wohngruppe MuKi Butterblume), Frau Bulla-Metternich, Herr Fredrickson (Erziehungsleitung)


C O R O N A - I N F O

Betretungsverbot zum Schutz vor dem Corona-Virus

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen: Um das Infektionsrisiko durch eine Reduzierung sozialer Kontakte auch für Einrichtungen der Jugendhilfe zu senken, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (») mit einer Verordnung vom 23.03.2020 bestimmt, dass ausschließlich Bewohner*innen und Personen, die »zur Aufrechterhaltung des Betriebs« erforderlich sind, Zutritt zu unseren Einrichtungen (einschließlich der Außenbereiche) haben. Dieser Erlass verschärft unser bereits seit dem 16.03. bestehendes Besuchsverbot.

Konkret bedeutet dies, dass ausschließlich die betreuten jungen Menschen und die diensthabenden Mitarbeiter*innen Zutritt zu unseren Einrichtungen haben dürfen. Dieses Verbot schließt auch Eltern, Vormünder etc. mit ein. Entsprechende Schilder und Barrieren weisen auf den Erlass hin. In begründeten Ausnahmefällen und unter Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln können seit dem 02.06.2020 Ausnahmen vom generellen Besuchsverbot gemacht werden.


 J A N U A R   2 0 2 0

Spende von Kindern für Kinder

Die Schülerinnen und Schüler der Joseph-von-Eichendorff-Schule (») haben im Rahmen ihres 50-Jährigen Schuljubiläums einen Flohmarkt veranstaltet. Im Vorfeld haben sie sich darüber Gedanken, was sie mit dem Geld bewirken könnten. Sie haben sich darauf geeinigt die Einnahmen des Flohmarktes an unsere Wohngruppe für Kinder in der »Butterblume« (») zu spenden.

Die großzügige Spende in Höhe von 1.935 Euro wurde von Schulleiterin Maryam Naraghi Taghi Off und dem Elternbeiratsvertreter, Herrn Matschak, in geselliger Runde in der Butterblume übergeben.

Wir möchten uns ganz herzlich im Namen der Kinder und des Teams der Kinderwohngruppe Butterblume bei den Schülerinnen und Schülern der Joseph-von-Eichendorf-Schule für diese Spende bedanken.

Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Herr Matschak, Frau Becker (Mitarbeiterin der Wohngruppe), Herr Fredrickson (Erziehungsleitung), Frau Naragh


 D E Z E M B E R   2 0 1 9

Der Schutz »unserer Kinder« ist uns wichtig!

Nach zwei Jahren intensiver Beschäftigung mit der Überarbeitung unseres Schutzkonzeptes, konnten wir dies nun allen Mitarbeitenden des Verbundes vorstellen. Mit der Überarbeitung war eine Arbeitsgruppe von Mitarbeitenden und Leitungskräften intensiv befasst. Als freier Träger der Jugendhilfe ist es uns ein zentrales Anliegen, Kindern und Jugendlichen ein sicheres und angstfreies Umfeld und (zweites) zu Hause zu bieten. Dies sollen geschützte Orte sein, in denen junge Menschen sich angenommen und sicher fühlen. Diesem Anliegen gerecht zu werden, war die Triebfeder zur Entwicklung eines gelebten Schutzkonzeptes.

Wichtig war uns hierbei, alle im Verbund lebenden und arbeitenden Erwachsenen und Kinder einzubeziehen. Besonders die differenzierten Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen über gewünschtes und unerwünschtes Verhalten sowie Verhalten, welches im Kontext zu bewerten ist, haben uns sehr beeindruckt.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Pädagogik zwischen professioneller Berührung und Distanz“ fand in der gesamten Einrichtung statt und ist ein wesentlicher Aspekt, um Handlungssicherheit für die Pädagogen*innen herzustellen.

Ablaufpläne sowie Risiko- und Gefährdungsanalysen haben wir Instrumente geschaffen, Risiken zu erkennen und diesen wirksam entgegenzuwirken. Selbstverständlich wurden hierbei auch Fragen zu Prävention und dem Kinderrechten bearbeitet und beantwortet. Vor allem der achtsame Umgang, transparentes Handeln und Offenheit sind handlungsleitend im Miteinander auf allen Ebenen.

Wir danken an dieser Stelle allen Mitarbeitenden der „AG Schutzkonzept“ und allen Mitarbeitenden und jungen Menschen, welche an der Entwicklung unserer Verhaltensampel mitgewirkt haben. Ebenso danken wir Frau Lydia Weyerhäuser für die fachliche, professionelle Begleitung und Unterstützung. 

Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Frau Lorenzo, Frau Weyerhäuser (Konzeptberatung), Frau Claus-Krah, Frau Armstrong, Frau Mayer, Herr Müller (Geschäftsführung)


N O V E M B E R   2 0 1 9

 

Junge Geflüchtete zu Gast im jüdischen Jugendzentrum

Der bewusste Blick über den eigenen Tellerrand ist ein guter Weg (unbegründeten) Vorbehalten und Vorurteilen zu begegnen. So freuten wir uns ganz besonders, am 17.11. einer Einladung in das Jugendzentrum der jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main folgen zu können. Elf junge Geflüchtete, u.a. aus Afghanistan, Äthiopien, dem Sudan, und Iran, tauschten sich mit Kindern und Jugendlichen der jüdischen Gemeinde aus. Neben dem Austausch im großen Plenum gaben Kleingruppen den Raum für einen offenen und neugierigen Dialog. Wie gestaltet sich jüdisches Leben in Deutschland? Wie leben junge Geflüchtete? Welche Sorgen, Ängste, welche Hoffnungen und Gedanken trennen und verbinden diese beiden Gruppen junger Menschen? Diese und weiter Fragen konnten in offenen und von allen Seiten respektvoll gestalteten Begegnung beleuchtet werden. Wir sind sehr froh über den uns gewährten Einblick in den Alltag junger Juden in Deutschland und gewährten gleichzeitig gerne einen Einblick in die Lebenswelt der in unserer Einrichtung betreuten jungen Geflüchteten. Wir hoffen sehr darauf, den Austausch bei anderer Gelegenheit fortsetzen zu können.  


O K T O B E R   2 0 1 9

10 Jahre unermüdlicher Einsatz in der Mutter-Kind-Gruppe

Zum 10-jährigen Dienstjubiläum überreicht Erziehungsleiter Steven Fredrickson die traditionelle Antoniusheim-Torte an Frau Frau G. Kruglov. Wir sagen herzlichen Dank für ihren unermüdlichen Kampf gegen kleine Schokohände, den sie mit Beharrlichkeit täglich erneut führt. Als »Perle« der Gruppe sorgt sie immer wieder für eine angenehme, saubere Atmosphäre in der Gruppe, in der sich die jungen Mütter und Kleinkinder wohl fühlen können. Hierbei hat sie stets ein freundliches Wort auch für die kleinen neugierigen Krümelmonster, die großes Interesse daran haben »zu helfen«.  Die Kinder, jungen Mütter, Kolleginnen und Leitungen freuen sich, dass Frau G. Kruglov da ist und sagen: Vielen Dank!


O K T O B E R   2 0 1 9

Schachturnier: Old meets young

Am 07.10.2019 wurde die diesjährige Saison für die Außenschachanlage des Antoniusheim Altenzentrums beendet. Die im Frühjahr gespendeten Schachfiguren, die von Schülern und Schülerinnen der IGS Kastelstraße (») hergestellt wurden, konnten nach dem Turnier in den Winterschlaf geschickt werden. Bei trockenem aber kühlem Wetter wurde die diesjährige Saison mit einem kleinen Turnier beendet. Kinder und Jugendliche aus dem Jugendhilfeverbund Antoniusheim sowie Senioren aus dem Altenhilfezentrum Antoniusheim haben bei lebendigen Diskussionen und mit viel Einsatz um die richtigen Strategien gerungen. Selbst die Zuschauer*innen waren mit viel Spaß und Eifer dabei und gaben den Spielteams Tipps und warnten lautstark vor unbedachten Schachzügen.

Wir freuen uns bereits darauf im kommenden Frühjahr die Schachfiguren aus dem Winterschlaf zu wecken.


S E P T E M B E R   2 0 1 9

»Antoniusheim-Runners« starten beim 25-Stunden-Lauf im Wiesbadener Kurpark

Am Wochenende des 7./8.Septembers standen wir erstmalig an der Startlinie des 25-Stunden-Laufs der Wiesbadener Sportförderung im Kurpark. Unser bunt gemixtes Team (Läufer*innen und Helfer*innen) – größtenteils bestehend aus Kindern und Jugendlichen, die von Betreuer*innen, Leitungs- und Verwaltungsmitarbeiter*innen sowie den Mitarbeitern unserer Haustechnik unterstützt wurden – ließ sich bei diesem Event weder von Dauerregen und kühlen Temperaturen, noch von schmerzenden Muskeln und einer schlaflosen Nacht in die Knie zwingen! Ganz im Gegenteil - die »Antoniusheim-Runners« schlugen sich dank eines vorbildlichen Teamworks mit Bravour: Am Sonntagmorgen um 11:00 Uhr ging es unter tosendem Beifall der zahlreichen Zuschauer auf eine letzte Ehrenrunde, nachdem wir insgesamt 292 Runden im Staffellauf absolviert hatten, was einer Gesamtleistung von etwa 272 Kilometern entspricht. Wir sind mächtig stolz auf unser Team und den beim Lauf gezeigten Zusammenhalt!

Ein herzliches Dankeschön gilt zudem jenen Personen, die unser Team mit Spendengeldern motiviert haben, welche die »Antoniusheim-Runners« für die Wiesbadener Sportförderung erlaufen konnten.


S E P T E M B E R   2 0 1 9

Freiwillige verschönern Küche

Nach den erfolgreichen Aktionen in den Jahren 2016 und 2017 konnten wir auch 2019 vom Engagement Freiwilliger im Rahmen des Freiwilligentages am 07.09.2019 (») profitieren. Aufgrund des verregneten Wetters konnte zwar unser ursprünglicher Plan, die Auffahrt zu unserem Standort Siegfriedring farbig zu gestalten, nicht umgesetzt werden - dafür strahlt nun eine Wand in einer der Küchen in neuem, freundlichem Blau.

Wir danken den Engagierten sehr für ihren Einsatz!


S O M M E R F E R I E N   2 0 1 9

Übernachtung unter freiem Himmel

In den Sommerferien durften sich unsere Kinder und Jugendlichen wieder eingeladen fühlen, am umfangreichen Ferienprogramm des Lernprojektes (») teilzunehmen. Hier standen in diesem Jahr auch mehrere erlebnispädagogische Angebote auf der Agenda, um es den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich im Erlebnisraum Natur aus ihrer Komfortzone heraus zu bewegen und neue Lernfelder zu erkunden. Auf einer zweitägigen Trekkingreise über den Rheinsteig kamen die Jugendlichen bei sommerlichen Temperaturen in den Genuss einer Übernachtung unter freiem Sternenhimmel und konnten das UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal auf uralten Wanderpfaden erkunden. Mit Schlafsack, Isomatte und vielen tollen Erfahrungen im Gepäck sind alle Teilnehmer schließlich müde, aber mit strahlenden Gesichtern in der Jugendherberge Kaub angekommen. Am Ende stand ein sehr wertvolles Angebot, welches in den nächsten Ferienprogrammen sicherlich seine Fortsetzung finden wird.


 J U N I   2 0 1 9

Danke und Goodbye!

Am 25.06.2019 wurde Herr Ralf Botenwerfer (im Bild links) nach über 34 Jahren des Wirkens im Jugendhilfeverbund Antoniusheim in den wahrlich verdienten Ruhestand verabschiedet. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Gäste der Ansprache von Geschäftsführer und Verbundleiter Andreas Müller (im Bild rechts) entnehmen, dass Herr Botenwerfer 1985 als einer der ersten Außenbetreuer für den Verbund tätig war. Einen Großteil seines beruflichen Engagements widmete er der Begleitung junger Menschen in die Selbständigkeit, bevor er dann seit 2015 junge Geflüchtete betreute.

Darüber hinaus war Herr Botenwerfer seit 1986 in der Mitarbeitervertretung – zehn Jahre davon als Vorsitzender - aktiv und brachte darüber hinaus seine Kompetenzen in der Schlichtungsstelle in Limburg ein.

Neben unserem herzlichen Dank für sein Engagement und Wirken im Verbund, erhielt Herr Botenwerfer die Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes in Gold. Selbstverständlich kam auch das Feiern in entspannter Runde im Rahmen eines Grillfestes nicht zu kurz.


J U L I   2 0 1 9

Fachgespräch bei Sommerfeeling

Im Rahmen seiner „Sommertour“ durch die Caritasverbände des Bistums Limburg besuchte der Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner auch unsere Einrichtung.

Die beiden Geschäftsführer Christoph Scheu und Andreas Müller erläuterten ihm die differenzierten Angebote und Aufgabenbereiche des Jugendhilfeverbundes. Besonders die Fragestellung der inklusiven Betreuungsformen und die damit erforderlichen Veränderungen wurden ausführlich diskutiert. Durch den sich in Planung befindlichen Neubau für Wohngruppen in Mainz-Amöneburg auf dem Gelände der Katholischen Kirchengemeinde St. Rochus werden hierfür weitere Möglichkeiten entstehen.

Bei einem Gang über das Heimgelände in der Idsteiner Straße konnte Herr Klärener einen umfassenden Eindruck über die Ausgestaltung der Erziehungshilfe im Antoniusheim gewinnen und war erfreut über die positive Atmosphäre sowie die Lern-, Spiel- und Sportmöglichkeiten auf dem Heimgelände.

 Der Diözesandirektor zeigte sich von den vielfältigen Angeboten des Jugendhilfeverbundes und den insgesamt acht Standorten in Wiesbaden begeistert. Der geplante Neubau von 22 Plätzen in Wiesbaden-Amöneburg wird das Angebot erweitern. „Der Jugendhilfeverbund Antoniusheim in Wiesbaden ist ein fachlich kompetenter, ein professioneller und zukunftsorientierter Anbieter in der Wiesbadener Jugendhilfe, auf den wir in der Caritas stolz sein können“, so Klärner.


J U N I   2 0 1 9

Der Jugendhilfeverbund sagt Danke!

Nach mehr als 27 Jahren wurde Frau Margit Kamp-Seemann zum 01.06.2019 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.  Frau Kamp-Seemann hat fast drei Jahrzehnte die Entwicklung des Verbundes mitgestaltet und vorangebracht. Ihr besonderes Augenmerk und ihre Leidenschaft war unsere Tagesgruppen gewidmet, welche sie geleitet, gestaltet und fachlich weiterentwickelt hat. Darüber hinaus war ihr der Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ein wichtiges Anliegen, welches in der Entwicklung unseres Schutzkonzeptes seinen Ausdruck findet.

Für ihr Engagement und Wirken im Verbund erhielt Frau Margit Kamp-Seemann die Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes in Gold. Im Rahmen einer Abschiedsfeier haben sich Kollegen*innen, Mitarbeitende und Geschäftsführung für ihr Engagement bedankt und viele gute Wünsche mit auf den Weg gegeben.


M A I   2 0 1 9

Angriffslustiger Gast im Hochseilgarten

Die Lage unseres Stammgeländes in der Idsteiner Straße direkt am Waldrand bringt immer mal wieder animalischen Besuch mit: Seien es Rehe, Wildschweine, unzählige Eichhörnchen, Kröten oder andere tierische Zeitgenossen. Eine Schlange von etwa 1,20 m Länge (siehe Bild), die inmitten des Areals des Naturhochseilgartens in Ruhe versuchte ihren Nachmittags-Imbiss einzunehmen, kommt hingegen nicht allzu häufig vor. Unser (etwas unscharfes) Bild zeigt die Besucherin des Naturhochseilgartens, ohne das diese den Boden der Tatsachen tatsächlich verlassen hätte - statt zu klettern zog es die Schlange lieber vor, schnell das Weite zu suchen.

Nun stehen wir natürlich vor der Frage: Um welche Schlange handelt es sich hier? Wir freuen uns auf fachkundige Einschätzungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

NACHTRAG: Aufgrund fachkundiger Rückmeldung gehen wir davon aus, Besuch von einer ungiftigen Ringelnatter genossen zu haben. Das Vorkommen dieser Schlange wird als Indiz für eine (halbwegs) intakte natürliche Umgebung gedeutet. Insofern freuen wir uns über das Kompliment. 


M A I   2 0 1 9

Heimrat konstituiert sich nach Hauptwahl neu

Mit der Heimratswahl im Mai 2019 hatten die im Antoniusheim betreuten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wieder die Möglichkeit, ihre eigene Interessenvertretung — den Heimrat — zu wählen.

Demokratie und Beteiligung sind kein Luxusgut, sondern Grundrechte „unserer“ Kinder und Jugendlichen. Ihnen attraktive Formen der Beteiligung und Einflussnahme zu geben und sie in ihren Bestrebungen und mitunter uns konträr gegenüberstehenden Sichtweisen ernst zu nehmen, ist Aufgabe der Pädagogik, aber auch des demokratischen Miteinanders.

Bei der ersten Sitzung des neu gewählten Heimrats fanden sich zahlreiche der neu gewählten Gruppensprecher*innen zusammen, um im Frida-Kahlo-Haus mit den Heimratsberater*innen und unserem Geschäftsführer Herrn Müller über ihre Anliegen und Wünsche in Austausch zu treten.

Neben der Begrüßung der neu ins Amt gewählten Heimräte stand natürlich auch die Ehrung verdienter Mitglieder auf dem Programm, welche die entsprechenden Urkunden mit stolzem Blick entgegen nahmen – siehe Foto unserer Heimratsberaterin Frau Pries mit dem langjährigen Gruppensprecher Suratsch, der die Kinder und Jugendlichen auch über das Antoniusheim hinaus im Landesheimrat Hessen vertritt.


 M A I   2 0 1 9

Antoniusheim-Pfeil ziert den Eingangsbereich

Durch das ganz besondere Engagement unserer Hausmeister konnte der Hauptzugang zu unserem Stammgelände in der Idsteiner Straße um einen weiteren »Eyecatcher« bereichert werden. Blau und weiß funkeln die vielen, vielen Glassplitter, die, eingebettet in einen speziell angefertigten Metallrahmen, unser Einrichtungslogo darstellen. Mit seinen etwa 1,20 m Höhe kommt kein/e Besucher*in mehr umhin, über dieses optische Highlight zu stolpern.


M A I   2 0 1 9

Unsere antoniuspaten:
Ein Erfolgsmodell für ganz Hessen! 

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat unser Projekt für ehrenamtliches Engagement, die antoniuspaten, als Modell in den Koalitionsvertrag für Hessen aufgenommen.

Wie kam es dazu? Im „AK 32/34“ (ein Arbeitskreis der hessischen Einrichtungen in katholischer Trägerschaft, bei dem auch der Jugendreferent des Diozösan-Caritasverbandes Mainz mitwirkt) stellten wir unser Patenprojekt einer breiteren Öffentlichkeit vor.

Die Idee und Konzeption der „antoniuspaten“ stieß hier auf so große Begeisterung, dass der DiCV davon im Ministerium berichtete, was wiederum dazu führte, dass Vertreter des Ministeriums uns im November 2018 besuchten. Hierbei haben wir (gemeinsam mit einem Paten) unser Konzept näher erläutert, Hintergründe vermittelt und Ideen zur weiteren Patenförderung entwickelt.

Unser fundiertes und auch in Wiesbaden einmaliges Konzept zur Gestaltung, Anbahnung, Begleitung und Förderung von Patenschaften hat auch die Vertreter*innen des Sozialministeriums überzeugt und wurde als Modell für unterstützenswerte Patenprogramme im Koalitionsvertrag aufgenommen.

Auch ein gutes Konzept muss mit Leben gefüllt werden. Dies gelingt der Projektleiterin Adriana Ruiz in hervorragender Weise. Ihr und den zahlreichen Engagierten ist der Erfolg unseres Projekts zu verdanken! Vielen Dank dafür!


A P R I L   2 0 1 9

Hochseilgarten-Saison eröffnet

Pünktlich zum Osterferienbeginn hat das Lernprojekt die Klettersaison in unseren einrichtungsinternen Hochseilgarten mit einem Grillfest eröffnet, zu dem wir zahlreiche Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende des Antoniusheims begrüßen durften. Hier konnten sich unsere kleinen und großen Gäste in luftige Höhen begeben und sich im naturnah angelegten Kletterparcours ausprobieren. Der Wettergott zeigte sich dabei gnädig, blieb es doch den ganzen Tag über trocken, was uns viele zufriedene Gesichter innerhalb der Teilnehmerschar bescherte.

In den kommenden Monaten werden im Hochseilgarten wieder zahlreiche Angebote stattfinden, in denen sich die Teilnehmer*innen erlebnispädagogischen Herausforderungen stellen werden, um ganzheitliche Lernerfahrungen zu sammeln.